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Quendel (Thymus serpyllum) – Überblick, Anwendung, Sicherheit
Aromatische Heilpflanze mit schleimlösender, antibakterieller und krampflösender Wirkung – traditionell genutzt bei Atemwegsinfekten, Husten, Verdauungsbeschwerden und als Stärkungsmittel.
Wirkung
- Antibakteriell & antiviral
- Schleimlösend & auswurffördernd
- Krampflösend (bronchial & gastrointestinal)
Evidenz-Status
- Traditionell belegt bei Husten und Erkältungskrankheiten
- In-vitro: deutliche antimikrobielle Wirkung durch ätherisches Öl
- Tiermodelle bestätigen krampflösende Effekte
Wann hilfreich?
- Produktiver Husten
- Bronchitis und Erkältungen
- Verdauungsstörungen, Blähungen
- Leichte nervöse Erschöpfung
Kurz-Dosierung
- Tee: 1–2 g Kraut pro Tasse, 2–4× täglich
- Flüssigextrakt: 1–2 ml 3× täglich
- Ätherisches Öl: stark verdünnt nur äußerlich
Steckbrief
- Botanik
- Thymus serpyllum L. (Lamiaceae)
- Verwendet
- Blühendes Kraut (Serpylli herba), ätherisches Öl
- Leitstoffe
- Ätherisches Öl (v. a. Thymol, Carvacrol), Flavonoide, Gerbstoffe
- Merkmale
- Niedrig wachsende, aromatisch duftende Staude mit violettrosa Blüten, kriechender Wuchsform
Historischer Kontext
Bereits in der Antike geschätzt – Römer und Griechen nutzten Quendel zur Stärkung und als Desinfektionsmittel. In der Volksmedizin Mittel gegen Husten, Verdauungsbeschwerden und zur Nervenstärkung.
Anwendungsgebiete
Atemwege
Schleimlösend, auswurffördernd und antimikrobiell – traditionell bei Husten, Bronchitis und Erkältungskrankheiten.
Mehr Details
- Ätherisches Öl reizt Keime und erleichtert den Auswurf
- Tee und Sirup auch für Kinder geeignet (dosiert)
Verdauung
Karminativ, krampflösend und appetitanregend – bei Blähungen, Völlegefühl und leichten Krämpfen hilfreich.
Mehr Details
- Fördert Verdauungssäfte
- Wirkt mild gegen unerwünschte Darmkeime
Nerven
Sanft beruhigend bei nervöser Erschöpfung oder leichtem Stress.
Zubereitung & Dosierung
Tee
1–2 g getrocknetes Kraut mit 150 ml heißem Wasser übergießen, 5–10 Min. ziehen lassen; 2–4× täglich trinken.
Sirup
Quendeltee mit Zucker oder Honig eindicken; besonders bei Husten beliebt.
Ätherisches Öl
Nur stark verdünnt äußerlich anwenden (max. 1–2% in Trägeröl); nicht innerlich einnehmen.
Wichtig
Ätherisches Öl ist hochkonzentriert und kann Haut und Schleimhäute reizen; nicht für Säuglinge geeignet.
Sicherheit & Hinweise
Vorsicht
- Ätherisches Öl nicht pur anwenden
- Bei bekannter Allergie gegen Lippenblütler meiden
- In der Schwangerschaft hohe Dosierungen vermeiden
Geruch
- Würzig-aromatisch, thymolhaltig
- Sehr intensiv beim Zerreiben der Blätter
Lagerung
- Getrocknetes Kraut dunkel, trocken und luftdicht lagern
- Ätherisches Öl licht- und luftgeschützt aufbewahren
Forschung & aktuelle Themen
- Phytochemie: Thymol und Carvacrol als Hauptwirkstoffe mit starker antimikrobieller Aktivität
- Pharmakologie: Schleimlösende und bronchospasmolytische Effekte in Tiermodellen bestätigt
- Tradition: Volksmedizinischer Einsatz bei Atemwegs- und Verdauungsleiden in ganz Europa
Quellen (geprüft am 12.08.2025)
- ESCOP Monographs: Thymus serpyllum. escop.com
- EMA HMPC: Community herbal monograph on Thymus vulgaris/zygis herba (als Vergleichsgrundlage). ema.europa.eu
- Phytochemische Analysen zu Thymol und Carvacrol. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
Hinweis: Dieser Inhalt ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltendem Husten oder Atemnot ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
